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Samstag, 11. April 2015

Perfekter Tag

Ein perfekter Tag ist, wenn man das sieht und eine Kamera dabei hat.

Und das war erst der Morgen von dem perfekten Tag. Das Wetter hielt über die ganze Sonnenfinsternis - die war nicht perfekt, aber das macht nichts.
Mit heftiger Verspätung kann auch ich meine ersten Sonnenbilder in die unendliche Flut der Aufnahmen einreihen, die in der Stunde gemacht wurden. Und selbstverständlich sind meine die schönsten und ich kann sie von allen anderen unterscheiden :-)


Sonntag, 15. Februar 2015

Wolf und Geier in den Säulen der Schöpfung

Hubble hat wider die "Pillars of Creation" (Säulen der Schöpfung ) im Adlernebel besucht und wunderschöne Bilder gemacht. Quelle: HubbleSite.org News Release Number: STScI-2015-01
Credit: NASA, ESA/Hubble and the Hubble Heritage Team

Darunter eine Aufnahme im NIR (nearinfrared), die an sich atemberaubend ist und auch noch dieses putzige Detail offenbart, das vorher nicht zu sehen war:
Der Wolf und der Geier  :-)

Credit: NASA, ESA/Hubble and the Hubble Heritage Team

@McGoldi: das ist wie Dinge in Wolken sehnen- Gesichter, Gestalten.Zusehen, wie sie sich im Wind zu neuen Gestalten verformen. Ich hab schon den "Denker" von Rodin gesehen. Es ist zwar nur das "Gesetz der vollständigen Gestalt" aber es macht furchtbar viel Spass. Hier ist roh nachgezeichnet (keine Maus im Moment) was ich sehe.

Dieser spanischer Designer, Martín Feijoó, zeigt das nochmal ganz genau :-)

Ich füge noch ein Bild von einer unserer Birken ein, wo ich ganz viele menschliche Gestalten und Gesichter sehe. Bin gespannt, ob Du was sehen kannst. Kannst ja mal Bescheid sagen.

Montag, 8. Dezember 2014

Iversity - online Bildung im Selbstversuch


Letztes Jahr um die Zeit hat auf Iversity, einer Plattform für kostenlose online Kurse, das Seminar Dark Matter in Galaxies- The Last Mystery begonnen. Vor einer Woche ist mein Schein gekommen mit "Bestanden" drauf. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so für einen Kurs geackert zu haben: Astrophysik - für mich ein First.

iversity.org
Weltweit hatten achttausend Leute angefangen. Im Verlauf hatte Prof. Salucci berichtet, es seien noch fünf Hundert aktiv. Wie viele bis zum Ende gekommen sind, weiss ich leider nicht.
Die learning outcomes für Interessierte waren formuliert wie folgt:  "Enthusiastic outsiders with only simple knowledge of Physics and Mathematics can enter one the biggest mysteries of nature and get an understanding of the topic which allows them to follow its revelation."

Klang anfangs machbar.

Bei den ersten Dark Matter Lektionen durfte ich jedes fünfte Wort nachschlagen. Einiges hatte ich noch nie gehört, wie non-barionic beispielsweise. Aber anderes war diffus als Konzept vorhanden, ohne dass ich hätte sagen konnen, was es genau ist: Newton, Einstein, Planck und, und, und... Dann kam noch die Mathe dazu; Formeln so unverständlich wie Sanskrit und doch eindeutig als Sprache erkennbar.

Also Realitätscheck und im Schnellverfahren nachpauken.

Meine Kenntnisse von Physik beliefen sich darauf, dass alles runter fällt (kann sogar generell richtig sein, wenn man "alles", "runter" und "fallen" definiert).  Für Physikgrundlagen gibt es diesen großartigen OnlineKurs am MIT "Physics I: Classical Mechanics" von Prof. Walter Lewin. 

Mathe musste ich auffrischen - ach was, neu lernen. Mehr gelernt, als in der gesamten Schulzeit mit iversity  Mathe Mook „Mathematisch denken!“ (MOOK =Massive Open Online Course) Es ist gut zu wissen, dass die Mook Designer von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zukünftige Lehrer ausbilden. Ich kann diesen Kurs allen empfehlen, die Angst vor Zahlen haben oder Null Bock-Kinder für die Schule coachen müssen.

Astronomie Grundlagen: Da war ich noch am besten gerüstet. Die Jahre des SF-Lesens sind nicht spurlos vorüber gegangen. Aber letztendlich brauchte ich auch hier Grundlagen, die über das Aufzählen der Planeten von Innen nach Außen hinausgingen.
Während ich abends Physik und Mathe gepaukt habe, lernte ich im Auto Astronomie mit Hilfe von Podcasts. Mein Lieblings-Podcast in deutscher Sprache, die "Sternengeschichten" von  Florian Freistetter (danke für verständliche Vermittlung von komplizierten Zusammenhängen!), hat viel dazu beigetragen, den Kurs zu bestehen. Auf  jeden Fall kann ich jetzt diesem Beitrag zum Thema Dunkle Materie folgen.

Seit Sommer wurde ich süchtig nach Astronomy Cast. Mein gepflegtes RP geht den Bach runter, weil ich mir Pamela's Midstaaten Dialekt zugelegt habe.

Fazit: Selbstversuch gelungen. Iversity und dieser Kurs ganz besonders sind eine gute Chance, online, interdisziplinär und kostenlos zu lernen und in neue Felder reinzuschnuppern. Gute Idee!  Gute Umsetzung!
Grazie infinte, Prof. Salucci! und seinem Team  von der SISSA für die großzügige Investition von Zeit und Mühe, eine Zusammenschau des Wissensstandes der Suche nach der Dunklen Materie in Galaxien der breiten Masse zu präsentieren.

Schaut mal rein die Lektionen sind noch online.

Ich seh mich schon wieder nach einem neuen Winter-Kurs um. DNA? Human rights?



Sonntag, 23. November 2014

Mein Bild vom Mond



Die erste Nacht mit meinem Teleskop: kalt, wahlweise zu dunkel oder zu hell, Wirrwarr mit Okularen und ein Stativ, dass mich nicht mag. 
In mir helle Aufregung - im Teleskop eher Dunkelheit.
Sternkarten-fixiert such ich Polaris - mühsam findbar im Sucher- und dann gar nicht im Objektiv. Sterne sehe ich erst keine, dann helle Flecken, dann wieder nicht. Wird schon. Hobby für Geduldige.
Ich bin sehr konzentriert, Licht zu vermeiden ....Hinter mir hat sich der Vollmond angeschlichen.

Ich lach mich selber aus, die ich bei Vollmond Sterne schauen wollte, und wende mich dem Mond zu. Mir bleibt der Atem weg, als er plötzlich und so nah vor meinem Auge erstrahlt.
Es sind nicht nur meine ersten Bilder vom Mond, sondern auch das erste Mal, dass ich den Mond durch ein Teleskop gesehen habe. Kein Vergleich zu Bildern und Filmen. Nicht so nah, so scharf, aber irgendwie persönlicher. Mein intimer Mondmoment.
In den Tiefen der warmen Jacke nistet die Digicam und ich war selber überrascht, dass auf den Bildern, die ich durch das Okular gemacht habe, etwa zu sehen war.
Passend zum Schwarzmond meine ersten selbstgemachten Vollmondbilder.